Eva Gerth neue GEW-Vorsitzende
Die außerordentliche Landesdelegiertenkonferenz der GEW Sachsen-Anhalt wählte am 16. September mit großer Mehrheit Eva Gerth zur neuen Vorsitzenden des Landesverbandes. Für sie votierten 96 Prozent der Delegierten. Außerdem wurde eine Resolution für gute Arbeit in der Bildung in Sachsen-Anhalt einstimmig verabschiedet.
Bisher war Gerth im Landesvorstand zuständig für den Tarifbereich sowie Vorsitzende des Lehrerhauptpersonalrates beim Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt. In ihrer ersten Rede als neugewählte Landesvorsitzende dankte sie für das große Vertrauen, das sich in dem guten Ergebnis ausdrücke.
Unter Verweis auf die jüngsten Entwicklungen im Bildungsbereich sagte sie: „Egal ob wir in die Kindertagesstätten schauen, in die Schulen oder Hochschulen – Sachsen-Anhalt muss jetzt umsteuern. Die Fehlplanungen, die zu der akuten Mangelversorgung geführt haben, dürfen jetzt nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen. Dafür steht die GEW, dafür will ich mich mit aller Kraft einsetzen.“ In der zuvor verabschiedeten Resolution seien die zentralen Punkte für die nächsten Jahre benannt. „Engagiertes und kompetentes Personal ist nicht zum Nulltarif zu haben, das Land muss in einen Ausbau der Ausbildungskapazitäten und in verlässliche Beschäftigungsverhältnisse investieren. Eine Fortsetzung des blindes Sparzwangs käme uns teuer zu stehen.“
In der Resolution sprachen sich die Delegierten u.a. für eine tarifliche Entlohnung bei freien Trägern, eine gerechte Bezahlung aller Lehrkräfte sowie eine Abkehr von prekärer und befristeter Beschäftigung aus. Nur als attraktiver Bildungsstandort mit guten Arbeitsbedingungen könne es gelingen, die dringend benötigten Fachkräfte für den Bildungsbereich dauerhaft zu gewinnen.
Im weiteren Verlauf der Konferenz wählten die Delegierten Steffen Plewe zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden sowie Dany Hambach zur Leiterin des Vorstandsbereichs Behörden und Verwaltungen. Beide erreichten mit 78 bzw. 81 Prozent der Stimmen ebenfalls gute Ergebnisse.

