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Bildungs-Schulden-Uhr von Sachsen-Anhalt

Es fehlen Lehrkräfte, viele. Egal, es läuft an den Schulen in Sachsen-Anhalt. Die verbliebenen Lehrkräfte fangen die  Arbeit auf, die sonst liegenbleiben würde, sprich sie unterrichten mehr, müssen sich mehr vor- und nachbereiten, übernehmen zwei Klassen oder zwei Schulen zur Leitung. Auf Hilferufe an die Behörden reagiert das Landesschulamt mit tollen Tipps, wie man sich noch besser ausbeuten lassen kann, haben Seminare zum Zeitmanagment in petto oder verweisen auf die gesetzliche Schulpflicht. Ein Irrsinn. 

Wir haben uns die Frage gestellt, wie viel spart das Land eigentlich in Euro durch diesen Mangel? Nicht der Mangel, der sich durch eine vernünftige Ausstattung mit Lehrkräften aus unserer Sicht ergibt, sondern schlicht der Mangel, der sichtbar wird zwischen gesetzlich vorgeschriebenem Unterricht und der Anzahl der Lehrkräfte, die hierfür vorhanden sind. 

Anhand der vom Bildungsministerium ausgewiesenen totalen Ausfallstunden des letzten Jahres haben wir unter Berücksichtigung der in diesem Schuljahr darüber hinaus unbesetzten Stellen einen monatlichen Ausfall berechnet, der anhand eines mittleren "Kostensatzes" einer Lehrkraft obige Berechnung zulässt. Wir bewegen uns damit bewusst am "unteren Rand" der bezifferbaren Einsparungen, realistisch dürften diese höher sein. Es geht nur um totalen Ausfall, massenhafte Vertretungen und damit ebenso vorenthaltene Bildungsinhalte sind unberücksichtigt. Die Einsparungen bei den Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind ebenso nicht eingerechnet.

Was bedeutet die angezeigte Zahl? 

Sie zeigt die durch fehlende Einstellungen von Lehrkräften und damit Ausfall von Unterricht eingesparten Euro seit dem 1. August 2016.
Dieser Betrag sind Schulden des Landes bei den Kindern und Jugendlichen der öffentlichen Schulen in Sachsen-Anhalt. 

 

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