Ansprüche auf Tabellenerhöhung in der „kleinen“ Entgeltgruppe 9 Stufe 4
Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterrichtsbegleitenden Aufgaben an Förderschulen und einer Qualifikation als staatlich anerkannte Erzieherin erfüllen das Tarifmerkmal „Erzieherin mit staatlicher Anerkennung... mit besonders schwieriger fachlicher Tätigkeit“ gemäß Nr. 20.6 der Entgeltordnung zum TV-L.
Diese Beschäftigten sind in der Entgeltgruppe 9 mit verlängerten Stufenlaufzeiten eingruppiert,
Stufe 2 nach einem Jahr in Stufe 1
Stufe 3 nach 5 Jahren in Stufe 2
Stufe 4 nach 9 Jahren in Stufe 3.
Die Stufe 4 ist zugleich die Endstufe. („kleine EG 9“)
Entgelterhöhung für langjährig Beschäftigte ab 1.1.2018
(Dies ist ein GEW-Plus-Beitrag. Das Weiterlesen ist nur für eingeloggte GEW-Mitglieder möglich.)
Nachdem die Arbeitgeber auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen Mitte März kein Verhandlungsangebot vorlegten, sprach sich die Landesarbeitskampfleitung der GEW Sachsen-Anhalt dafür aus, die Vorbereitungen für Streikmaßnahmen auch in Sachsen-Anhalt zu intensivieren.
Bundesweit finden immer wieder Abschiebungen direkt aus der Kita oder Schule statt. Die involvierten Pädagog*innen trifft diese Situation zumeist unvorbereitet. Der Flüchtlingsrat und die GEW in Sachsen-Anhalt haben deshalb einen Leitfaden mit Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.
Genaue Zahlen darüber, wie oft Schulpflichtige und Auszubildende während des Unterrichts abgeholt werden, gibt es nicht. Selten erhält die Abschiebepraxis so viel Aufmerksamkeit wie etwa im Mai 2017 in Nürnberg, als Mitschüler*innen gegen die Abschiebung eines 20-jährigen Berufsschülers aus Afghanistan demonstrierten. Oder in Duisburg, wo die damals 14-jährige Bivsi Rana ebenfalls im Mai 2017 von Mitarbeiter*innen der Ausländerbehörde aus der Schule abgeholt und nach Nepal abgeschoben wurde.
Die Landesverbände der GEW in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehen weiterhin mit großer Sorge auf die Entwicklung des Lehrkräftebestandes in den nächsten Jahren. Von einer auskömmlichen und normalen Situation an den Schulen kann in keinem der drei Bundesländer mehr die Rede sein. Statt wechselseitiger Abwerbungen von Lehrkräften sollten Anstrengungen, Erfahrungen und Ressourcen möglichst langfristig gebündelt werden.
Die drei Vorsitzenden der GEW-Landesverbände warfen heute gemeinsam einen Blick auf die Situation und mögliche Entwicklungen an den Schulen in Mitteldeutschland. Dabei zeigen sich für die einzelnen Länder verschiedene Ausmaße und Ausprägungen des Mangels, die Ursache dafür ist aber überall gleich. Über viele Jahre wurde die Lehrkräfteausbildung aufgrund rigider Personalkürzungspolitik sträflich vernachlässigt.
Die Berichte über die Vorkommnisse an der Grundschule in Helbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) sollten zu einer grundsätzlichen Klarstellung und dem unbedingten Schutz pädagogischer Arbeit führen. Dort wurde mutmaßlich die Durchsetzung einer Sorgerechtsentscheidung auf dem Schulgelände vollzogen. Zur Vermeidung solcher Situationen und der einhergehenden Belastungen für Lehrkräfte und Kinder sollten die zuständigen Ministerien schnellstens entsprechende Absprachen treffen.